Wieviel Alkohol ist eigentlich noch okay?

Shownotes

Wie steht Alkohol in Verbindung mit körperlicher, aber auch psychischer Gesundheit? Inwiefern ist Alkohol nach wie vor ein zentraler Bestandteil unseres gesellschaftlichen und sozialen Lebens?

Es geht in dieser unter anderem sehr persönlichen Folge nicht darum, über das sensible Thema belehren, sondern in einen offenen Diskurs zu gehen und sich zu trauen, sich mutig und reflektiert damit auseinanderzusetzen.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Willkommen bei Deadlifts und Deadlines, dem Podcast der Fitness und Business verbindet.

00:00:06: Für alle, die selbstständig sind und trotz Hassell gesund und fit bleiben wollen.

00:00:10: Freu dich auf ehrliche Impulse für dein Erfolg im Gym und im Business.

00:00:17: Hallo und herzlich willkommen zum Podcast Deadlifts und Deadlines.

00:00:22: Ich bin Leslie Marie Liebel, Personal Trainerin, Fitness und Lifestyle Coach.

00:00:28: Ich lass ab jetzt mal das Wort Ernährungsberaterin weg, einfach um es ein bisschen zu kürzen.

00:00:33: Wenn ihr die ersten Folgen gehört habt, wisst ihr ja mittlerweile, was sozusagen meine Arbeit alles beinhaltet.

00:00:42: dass ich auch zertifizierte Ernährungsberaterin bin und das Teil meiner Arbeit beziehungsweise meines Coachings ist.

00:00:48: Ich glaube aber, dass ich das jetzt nicht bei jeder Begrüßung noch mal erwähnen muss.

00:00:53: Wir wollen es ja ein bisschen kurz halten und zum Hauptthema übergehen, was heute ein sehr spannendes Thema sein wird.

00:01:03: Ich hör manche schon sagen, oh nee, jetzt belädt die über Alkohol.

00:01:07: oder vielleicht klicken auch manche direkt weg und wollen sich die Folge gar nicht anhören.

00:01:13: Aber mir geht es gar nicht so sehr, um Belehrung oder Thema Alkohol vermiesen.

00:01:20: Ich möchte eigentlich nur dazu anregen, über das Thema nachzudenken.

00:01:26: Das ist eigentlich erst mal alles, was ich mit dieser Folge bewirken möchte.

00:01:31: Und dass man es vielleicht schafft, dieses Thema auch mal so ... objektiv wie nur möglich, wie aus einer Vogelperspektive sich anzuschauen.

00:01:41: Und ob dann ein Sinneswandel kommt oder nicht, ist erst mal hingestellt.

00:01:45: Aber dass man sich dem Thema vielleicht einmal auf eine andere Art und Weise öffnet, das wäre für die heutige Folge mein Wunsch.

00:01:55: Aber ... Bevor wir tiefer an das Thema einsteigen, muss ich, glaube ich, etwas mehr ausholen.

00:02:02: Das heißt, ich werde ein bisschen was über mein Werdegang in Sachen Gesundheit erzählen und dann zum eigentlichen Thema übergehen, einfach damit ihr so ein bisschen die Hintergründe versteht und meine Einstellung bei dem Thema ein bisschen mehr Sinn ergibt bzw.

00:02:19: ihr das nachvollziehen könnt.

00:02:21: Und natürlich möchte ich am Ende auch... Ja, so ein bisschen die gesellschaftlichen und sozialen Aspekte dieses breitgefassten Themas einordnen.

00:02:33: Aber genau, eins nach dem anderen würde ich sagen.

00:02:36: Ich gebe euch also mal eine ganz kurze Zusammenfassung zu, ja, ich nenn's jetzt mal, meinen gesundheitlichen... werde gang beziehungsweise nicht ganz von klein auf sondern starten wir mal mit meiner jugend und den early twenties sprich die schule das abitur das schauspielstudium das dann in berlin kam und die ganze zeit drum herum und danach.

00:03:02: leute die mich kennen Wissen vielleicht.

00:03:05: Ich war eine sehr tolle Party-Maus und ich glaube, das ist sogar vielleicht ein bisschen untertrieben.

00:03:11: Hier vielleicht eine kleine Anekdote am Anfang.

00:03:14: Ihr kennt das doch aus Abi-Büchern.

00:03:17: Da gibt es hinten immer so Umfragen oder Abstimmungen zu Schülern, aber auch Lehrern.

00:03:23: Beispielsweise wäre es immer zu spät gekommen oder wer war immer krank?

00:03:27: und dann gibt es dazu so ein Ranking von dem ersten Platz bis zum dritten Platz.

00:03:31: Jedenfalls.

00:03:33: Bei Kampftrinkerin war ich auf Platz eins oder zwei.

00:03:37: Ich glaube, Platz zwei.

00:03:38: Eins hat sich dann doch jemand anderes geschnappt.

00:03:41: Aber ich sag mal so, bei einem Jahrgang von über neunzig oder hundert Schülern auf Platz zwei als Kampftrinkerin gerankt zu werden, ist auf jeden Fall schon eine Hausnummer.

00:03:54: Es wurde immerhin unterschieden zwischen Mädchen und Jungen, aber ... Ja, ich denke, das sagt schon sehr viel über meine Jugend und mein Ruf aus.

00:04:05: Ich glaube, die Wenigsten können sich das jetzt noch vorstellen, wenn sie mich kennenlernen, weil ich so in etwa das komplette Gegenteil davon bin.

00:04:12: Aber so sah auf jeden Fall meine späte Schulzeit und das Early-Erwachsenenalter aus.

00:04:20: Also, was bedeutet das also?

00:04:21: Ich hab sehr viel getrunken, bin sehr viel feiern gegangen.

00:04:25: Ich dachte, na ja ... Trinken gehört irgendwie dazu, um Spaß zu haben.

00:04:30: Und weil ich auch wirklich dachte, dass es ohne nicht geht.

00:04:33: Also ihr kennt das ja vielleicht.

00:04:36: Man muss sich auch manchmal Mut antrinken, wenn man vielleicht sich nicht so sicher fühlt oder nicht so das Selbstbewusstsein hat.

00:04:43: Und Alkohol ermöglicht einfach neue Ebenen und senkt so ein bisschen die Hemmschwelle.

00:04:50: Und das ist natürlich ein großer Vorteil von Alkohol, den ich mir zur Nutze gemacht habe.

00:04:56: Was hatte das also für Auswirkungen auf meine Gesundheit, dass ich so viel, so oft und so exzessiv getrunken habe?

00:05:05: Hier meine kleine Auflistung der gesundheitlichen Auswirkungen.

00:05:10: Also erstens war ich ständig krank.

00:05:13: Also ich hatte immer irgendwelche Infekte, ein supergeschwächtes Immunsystem.

00:05:19: Ich hatte ab, ich würde sagen, achtzehn, neunzehn.

00:05:24: quasi eine chronische Blasenentzündung.

00:05:27: Also ständig, es kam eine nach der anderen.

00:05:30: Das musste natürlich auch mit Antibiotika behandelt werden, sonst wär's nicht weggegangen.

00:05:34: Das hat natürlich wiederum meine Darmflora zerstört.

00:05:37: Ich hab tatsächlich auch ... Also ich war dann auch bei einem Urologen, der mir das eben bestätigt hat mit der chronischen Blasenentzündung, und ich hab tatsächlich eine Impfung dagegen bekommen.

00:05:47: Ich hab mich zu der Zeit schon gefragt, ob das eine Art Placebo ist, weil ich so was wie ... Impfung gegen Blasenentzündung nicht kannte, aber danach war es tatsächlich besser.

00:05:58: Jedoch, diese chronischen Blasenentzündungen haben sich oft bei mir zu Nierenbecken und Nierenentzündungen entwickelt, weshalb ich auch schon mehrmals im Krankenhaus gewesen bin, also sowohl wegen der Nierenbecken als auch wegen der Nierenentzündung.

00:06:10: Und das war gar nicht mal ohne, also die haben mir im Krankenhaus auch gesagt, ich soll bitte nicht so viel rumlaufen und mich mal hinlegen, weil das ja doch schon ein dollerer Infekt ... Ich glaub, das hatte ich zu der Zeit unterschätzt.

00:06:23: Dann folgte ein Tumor im Eierstock.

00:06:25: Der war gutartig.

00:06:26: Und ich möchte auch nicht sagen, dass das was mit Alkohol per se zu tun hat.

00:06:31: Das gehört aber genauso in meine gesundheitliche Geschichte, Historie wie auch andere Erkrankungen.

00:06:38: Und dann hatte ich, wie viele Menschen, die dem Alkoholkonsum geneigt sind, auch psychische Probleme wie Depression, Panikattacken.

00:06:49: Und das nicht mal allzu knapp.

00:06:51: Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Ausschläge, Allergien und nicht zuletzt chronische Darmprobleme, die sich über Jahre gezogen haben.

00:07:01: Und ich glaub, anfangs war mir das nicht mal bewusst.

00:07:04: Ihr kennt das ja vielleicht.

00:07:05: Irgendwann findet man sich mit einer Situation einfach ab und denkt, dass sie normal ist.

00:07:11: Dabei ist sie alles andere als normal.

00:07:13: Und da gehört er das eben dazu.

00:07:16: So, all das ging also über Jahre, bis ich mit ca.

00:07:20: und zwanzig dann langsam den Alkohol ausgeschlichen habe, wenn man so will.

00:07:26: Aber die Auswirkungen davon, die waren noch Jahre danach.

00:07:30: Vielleicht sogar bis heute teilweise spürbar, weil das geht natürlich nicht spurlos an der Gesundheit und an dem Körper vorbei.

00:07:37: Der wird's ja auch, obwohl ich mich dann halbwegs gesund ernährt und Sport gemacht hab, ging's mir nur marginal besser.

00:07:44: Also, ich hatte einfach völlig unterschätzt, dass Alkohol eine absolut zerstörerische Kraft hat auf den Körper.

00:07:52: Selbst kleinste Mengen und natürlich auch nach dem Absetzen.

00:07:56: Also, ja, wie ich bereits gesagt habe, hatte ich das dann völlig unterschätzt, was Alkohol für eine zerstörerische Kraft hat.

00:08:02: Ich hatte, glaub ich, erwartet, dass nur weil ich jetzt ... quasi den Alkohol absetze und nicht mehr oder nicht mehr so viel trinke, dass all meine Probleme auf einmal verschwinden, aber so ist es natürlich nicht.

00:08:14: Also wie gerade gesagt, der Alkohol hinterlässt natürlich auch Spuren und man kann es halt einfach nicht rückgängig machen.

00:08:23: So, das ist jetzt nur eine kurze Zusammenfassung gewesen, damit ihr einschätzen könnt, woher ich komme.

00:08:31: Dass ich definitiv keine Person bin, die nie Alkohol getrunken hat und jetzt mit dem Finger auf andere zeigt und sagt, ihr dürft keinen Alkohol trinken, Alkohol ist schlecht.

00:08:40: So ist das definitiv nicht.

00:08:42: Ich hab meine Erfahrungen mit Alkohol gemacht, nicht mal allzu knapp.

00:08:46: Und ich musste am eigenen Körper spüren, wie schmerzhaft und zerstörerisch Alkoholmissbrauch ist.

00:08:55: Und deswegen ist mir dieses Thema auch so ein Anliegen.

00:08:58: Sonst würde ich heute nicht so darüber sprechen, wie ich darüber spreche.

00:09:01: Ja, ich möchte Menschen einfach nicht nur davor warnen, sondern einfach einen Blick darauf geben, wie oder was Alkohol für einen krassen Stellenwert in unserer Gesellschaft hat.

00:09:15: Und möchte wie gesagt einfach nur dazu anregen, das einfach mal aus einer anderen Perspektive zu betrachten und auch zu hinterfragen.

00:09:25: Mir kann heute keiner mehr sagen, dass ich eine Spaßbremse bin und ich weiß, wie man feiert.

00:09:30: Sowieso sollte man das zu niemandem sagen, ob eine Person Erfahrungen gemacht hat mit Alkohol oder auch nicht.

00:09:36: Das ist auf jeden Fall nichts, was man in Verbindung bringen sollte.

00:09:40: Spaß haben und Alkohol trinken, weil wenn man das tut, hat man auf jeden Fall ein Problem.

00:09:45: Wenn wir also schon darüber sprechen, dass es unangebracht ist, jemandem zu sagen, dass er oder sie eine Spaßbremse ist, weil er oder sie kein Alkohol trinkt, möchte ich zu einer kleinen anderen Anekdote kommen, zu einer ehemaligen Kundin, die bei mir Personal Training gemacht hat.

00:10:04: Die hatte vorher schon ein oder mehrere andere Personal Trainer gehabt.

00:10:10: Und dann ist sie irgendwann zu mir gewechselt.

00:10:13: Und sie erzählte mir, dass sie ein Problem hatte mit dem Personal Trainer vor mir, weil der keinen Alkohol getrunken hat.

00:10:21: Und demnach könne er sie ja auch überhaupt gar nicht verstehen.

00:10:27: Und jemand, der ... dass kein Alkohol dringend und so exzessiv Sport macht und gesund ist.

00:10:32: Also bei dem, na, das kann sowieso nicht funktionieren, das hätte auch nicht funktioniert, weil sie will sich auch von ihm nichts vorschreiben lassen.

00:10:40: Und ja, nee, also so eine Person ist auf jeden Fall nichts für sie.

00:10:44: Und damit wollte sie mir, glaube ich, signalisieren, sie braucht jemanden, der irgendwie noch ... Mensch geblieben ist in Anführungszeichen und nicht so eine Fitnessmaschine.

00:10:57: Wahrscheinlich hat sie sich dann einfach von der Person nicht so richtig verstanden gefühlt.

00:11:02: Aber na ja, wie dem auch sei, ich fand es auf jeden Fall krass, dass sie das als Voraussetzung gesehen hat bei einem Personal Trainer, dass der auf jeden Fall auch Alkohol trinken muss.

00:11:13: weil sie sonst sich nicht von ihm verstanden fühlt, beziehungsweise sich nicht von so einer Person beraten oder helfen lassen möchte.

00:11:22: Ja, und ich finde, das ist auch schon ein ganz guter Übergang zum gesellschaftlichen und sozialen Dilemma mit dem Alkohol.

00:11:28: Ich hab hier mal so ein paar Beispiele, die mich so zum Nachdenken angeregt haben und über die ich einfach heute noch nachdenke.

00:11:38: Ja, und ihr möcht euch einfach mal mitgeben, damit ihr euch vielleicht eine Meinung dazu bilden könnt.

00:11:42: Und zwar wird man auf Partys ständig darauf angesprochen, wenn man keinen Alkohol trinkt.

00:11:50: Es wird einem direkt unterstellt, man sei vielleicht schwanger, man müsste heute Auto fahren, vielleicht auch, weil man Medikamente nimmt, dass es irgendeinen externen Grund gibt, warum man sich dagegen entschieden hat, Alkohol zu trinken.

00:12:06: Und das finde ich höchst fragwürdig, weil ... Überlegt mal, niemand geht auf eine Party und fragt, jeden der Alkohol trinkt, warum er trinkt.

00:12:17: Also, ihr geht ja nicht zu einer Person hin, die gerade ein Bier in der Hand hat und fragt, sagen wir mal, warum trinkst du heute eigentlich ein Bier?

00:12:25: Oder hat das jemals jemand gemacht?

00:12:27: Man wird immer nur dann gefragt, wenn man kein alkoholisches Getränk trinkt.

00:12:31: Und ich finde, das stellt schon ziemlich klar das Problem heraus, dass in unserer Gesellschaft ist, nämlich ... Alkohol ist das normal und kein Alkohol ist eben nicht normal.

00:12:43: Außerdem wird Alkohol wirklich für jeden denkbaren Anlass zum Hauptbestandteil der Veranstaltung und damit auch unverzichtbar.

00:12:52: Also Hochzeit, Geburtstag, Beerdigung, Schulabschlussen, Wiesenfest, Arbeitsdinner, Fußballschauen, Girls' Night, Filmabend, Random auf dem Schulhof einfach aus Langeweile.

00:13:06: Es gibt ... kein Anlass, der kein Anlass zum Alkohol trinken gibt.

00:13:10: Auch das, finde ich, höchst fragwürdig.

00:13:13: Also, das kann, wie gesagt, ein großes Event sein.

00:13:16: Das kann ein kleines Event sein, das kann langeweile sein.

00:13:19: Alkohol wird auf jeden Fall Teil des Events sein.

00:13:22: Ja, und dann eben noch Aussagen wie, wer nicht trinkt, weiß nicht, wie man feiert, oder ist eine Spaßbremse, oder hat irgendwie nichts vom Leben verstanden.

00:13:32: Oft wird Menschen, die nicht trinken, auch unterstellt.

00:13:35: Sie seien nicht so erfahren, hätten vielleicht nicht so viel Lebenserfahrung.

00:13:39: und ja, wie schon gesagt, es gilt einfach heutzutage als unnormal.

00:13:46: Stellt euch mal folgendes Szenario vor.

00:13:50: Dieses habe ich mir übrigens mit meinem Freund zusammen überlegt.

00:13:54: Stellt euch also vor, wir würden eine Hochzeit feiern, auf der es keinen Tropfen Alkohol gibt.

00:14:01: Also ich persönlich hätte damit ja gar kein Thema, ich find das mega nice.

00:14:04: Aber was glaubt ihr, wie viele Leute wohl absagen und nicht kommen würden oder zumindest empört darüber wären?

00:14:10: Ich habe viele Freunde, die nicht trinken.

00:14:13: Das hängt natürlich auch damit zusammen, dass ich mich durch meinen Beruf und einfach durch meine persönliche Weiterentwicklung mit solchen Menschen umgeben habe.

00:14:23: Aber definitiv gibt es noch Menschen auch aus Familie und weiteren Umfeld, die das wahrscheinlich höchst problematisch fänden.

00:14:33: Auf jeden Fall würde darüber gesprochen werden.

00:14:35: So, das waren jetzt alles.

00:14:36: erstmal so kleine Anekdoten- und Gedankenspiele zu dem Thema.

00:14:41: Das soll hier keine Science-Folge werden, aber der Vollständigkeit halber möchte ich trotzdem kurz auf die gesundheitlichen Auswirkungen kurz- oder langfristigen Alkoholkonsums eingehen mit der ganz aktuellen Datenlage.

00:14:57: Ey, Leute, mittlerweile, finally, ja, ... ... ja, ... ... ja, ... ... ja, ... ... ja, ... ... ja, ... ... ja, ... ... ja, ... Aber gut, man weiß jetzt, das Glas Rotwein ist doch nicht so gut fürs Herz.

00:15:31: Also hier herrscht absolute Nulltoleranz.

00:15:35: Die WHO nennt insbesondere folgende gesundheitliche Auswirkungen.

00:15:39: Krebsrisiko.

00:15:41: Alkohol erhöht nachweislich das Risiko für mindestens sieben Krebsarten.

00:15:46: Darunter Brust, Leber, Darm, Mund und Rachenkrebs.

00:15:51: Lebererkrankungen.

00:15:53: Regelmäßiger Konsum kann zu Fettleber, Hepatitis und Leberzirrose führen.

00:15:59: Herzkreislauferkrankungen.

00:16:00: Alkohol erhöht Blutdruck und das Risiko für Schlaganfall und Herzrhythmusstörungen.

00:16:05: Dann natürlich auch die psychische Gesundheit, also Alkohol ist mit Depressionen, Angststörungen und Abhängigkeitserkrankungen assoziiert und kann bestehende psychische Probleme verschlimmern.

00:16:18: Das heißt, wenn man sowieso prädestiniert dafür ist für verschiedene psychische Erkrankungen, kann das natürlich dadurch auch getriggert werden.

00:16:27: Das Unfall- und Verletzungsrisiko steigt.

00:16:30: Also erhöhter Konsum steigert das Risiko für Verkehrsunfälle, Stürze, Ertrinken, Gewalt und Suizid.

00:16:38: Die Gesamtmortalität.

00:16:41: Also das Risiko eines vorzeitigen Todes steigt mit zunehmendem Konsum.

00:16:46: Global werden jedes Jahr rund zwei Komma sechs Millionen Todesfälle Stand WHO-O-Zw.A.

00:16:53: auf Alkoholkonsum zurückgeführt.

00:16:57: Das ist ganz schön viel.

00:17:00: Und deshalb finde ich meiner Meinung nach, dass ... Alkohol, eine der unterschätztesten und damit auch gefährlichsten Drogen ist, die zu dir noch gesellschaftlich total toleriert und anerkannt ist.

00:17:13: Und das macht es insgesamt noch viel schlimmer.

00:17:16: Ich kann euch ja mal von den Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit meinen Kundinnen und Kunden erzählen.

00:17:21: Natürlich absolut anonym.

00:17:23: Also hier wird nicht rauskommen, um wen es geht.

00:17:26: Aber grundsätzlich kann ich sagen, dass Alkohol oft ein Thema ist.

00:17:30: Also wenige sind bereit, da tatsächlich Opfer für zu bringen, um ihre gesundheitlichen und sportlichen Ziele zu erreichen.

00:17:37: Meist sind andere Themen... einfacher umzusetzen.

00:17:41: Klar, Sport und das Training lässt sich relativ leicht integrieren.

00:17:46: Auch in der Ernährung sind viele bereiten, ein paar Dinge zu verändern, auch Schlaf.

00:17:51: Aber Alkohol ist oft ein sehr, ich sag mal, sensibles Thema und braucht definitiv mehr Zeit als andere Veränderungen.

00:18:02: Also ich kann euch sagen, dass ich persönlich nicht glücklicher sein könnte ohne Alkohol.

00:18:08: Ich vermisse es null, ich brauch's überhaupt nicht.

00:18:12: Ich würde nicht mal sagen, dass ich mich bewusst als abstinent irgendwann gelabelt habe.

00:18:18: Ich hab nur einfach aufgehört, Alkohol zu trinken, und das ist der Faktor Abstinenz.

00:18:23: Und mir ging's psychisch wie körperlich noch nie so gut wie jetzt.

00:18:27: Weil, wie ich vorhin schon kurz angeschnitten hab, hat Alkohol mir psychisch wie körperlich extrem zugesetzt.

00:18:35: Und die Folgen davon waren wirklich ... langfristig.

00:18:39: Und ja, ich vermisse es halt nicht mal mehr.

00:18:42: Deswegen könnte ich auch niemals von Verzicht sprechen.

00:18:46: Also, wenn mich auch Menschen fragen, ja, seit wann verzichtest du oder wie fühlt sich der Verzicht an, dann finde ich, es verzicht so negativ konnotiert.

00:18:56: Also, das würde ja bedeuten, dass ich etwas vermisse.

00:19:01: Und das tue ich nicht.

00:19:02: Es ist nur einfach kein Bestandteil meines Lebens.

00:19:05: Ich hatte ja vorhin schon Kurz angeschnitten, dass viele meiner Freunde kein Alkohol trinken.

00:19:11: Das ist auch kein Zufall.

00:19:13: Ich glaube, man sucht sich ... immer diejenigen aus, die am besten zu einem passen oder mit denen man sich am besten identifizieren kann.

00:19:23: Und so ist es dann auch entstanden, dass ich viele Freunde einfach habe, die sehr viel Wert auf ihre Gesundheit legen.

00:19:30: Und dazu gehört auch, dass sie eben keinen oder wenig Alkohol trinken.

00:19:34: Es ist auch so, dass man meistens die Verhaltensweisen oder Eigenschaften aus dem ... Ängstenumfeld übernimmt und sich anpasst.

00:19:44: Man sagt ja beispielsweise unter fünf Rauchern ist man dann der sechste Raucher.

00:19:50: Also wenn fünf Freunde oder enge Familie Mitglieder oder was auch immer rauchen, dann wirst du wahrscheinlich der sechste Raucher sein.

00:19:57: Und so ist es natürlich auch mit anderen Dingen, so Alkohol, aber auch Sport und anderen Gewohnheiten und Verhaltensweisen.

00:20:05: Und deswegen kann ich nur jedem empfehlen, Mal zu schauen, mit wem umgebe ich mich, tun mir die Menschen gut.

00:20:13: Sind die Menschen, mit denen ich mich umgebe, da, wo ich auch hin möchte?

00:20:17: Oft hilft es, sich Menschen zu suchen, die schon das erreicht haben, was man selber erreichen möchte.

00:20:22: Und sich ein bisschen davon mitziehen lässt.

00:20:25: Ich möchte damit nicht sagen, dass ihr eure Freunde austauschen sollt, nur weil sie Alkohol trinken.

00:20:30: Aber ich möchte darauf hinweisen, dass das definitiv eine Rolle spielt.

00:20:34: Ich möchte jetzt mal euch fragen, was spielt Alkohol in eurem Leben für eine Rolle?

00:20:39: Warum trinkt ihr Alkohol?

00:20:41: Und was würde passieren, wenn ihr damit aufhören würdet?

00:20:44: Wäre das schlimm?

00:20:45: Wäre das gut?

00:20:45: Inwiefern wäre es schlimm?

00:20:47: Inwiefern wäre es gut?

00:20:48: Also ich kenne das von einigen meiner Kundinnen und Kunden, dass der größte Aspekt der Soziale ist.

00:20:55: Also die wenigsten sagen ... Gott, ich kann nicht einschlafen, wenn ich nichts getrunken habe.

00:21:00: Oder mir geht's psychisch schlecht, sondern oft geht's dabei um Events, die von der Arbeit aus sind, also irgendwelche Dinn-Events oder Soziale-Events mit dem Freundeskreis, dass da einfach immer Alkohol involviert ist.

00:21:14: Und man eben darauf angesprochen wird, wenn man kein Alkohol trinkt, also wenn Sektempfang ist und man die einzige Person ist, die ohne Glas dasteht oder vielleicht mit einem Glas Wasser.

00:21:25: dann sticht man gleich aus der Masse heraus, man wird darauf angesprochen.

00:21:30: Es sorgt auf jeden Fall gleich für eine unangenehme Situation.

00:21:34: Und ich verstehe das auch.

00:21:35: Man möchte als Mensch natürlich dazugehören und angepasst sein.

00:21:39: Man möchte nicht negativ auffallen.

00:21:42: Und ja, Alkohol spielt da einfach eine riesengroße Rolle.

00:21:45: Deswegen kann ich das auch so gut verstehen.

00:21:47: Ich verurteile Menschen und schon gar nicht meine Kundinnen und Kunden dafür.

00:21:51: dass das für sie ein Thema ist.

00:21:52: Man muss nur lediglich herausfinden, wie man das auflösen kann, wie man es leichter machen kann für sich.

00:21:59: Ich hab tatsächlich erst von ein paar Tagen eine interessante Dokumentation gesehen, die war von Arte, die da heißt ... braucht unsere Gesellschaft eigentlich noch Alkohol oder so ähnlich.

00:22:10: Und da geht es gar nicht oder wenig.

00:22:13: Also ich glaube, vielleicht wurde es mal in einem Nebensatz erwähnt, aber es geht nicht so sehr um den gesundheitlichen Aspekt, sondern wirklich nur um den gesellschaftlichen und sozialen Aspekt von Alkohol.

00:22:23: Also da geht es im Grunde darum, dass Alkohol seit Hunderten von Jahren ... immer auch ein Bestandteil war der Gesellschaft.

00:22:31: Es wurde sogar als Währung gehandhabt.

00:22:34: Eine Zeit lang, ich glaube, in einigen Ländern wurde eben mit Bier gehandelt und so weiter, also dass der Konsum von Alkohol tief verankert ist in unserer Gesellschaft.

00:22:45: Und das ist natürlich noch bis heute so.

00:22:47: Und ich verstehe auch, dass nur weil die WHO jetzt feine Lehren entschieden hat, dass der Konsum von Alkohol gar nicht mal so gesund ist und auch keine kleine Menge und dass die einzige Menge Alkohol keine Menge ist, die sozusagen gesund ist.

00:23:03: Ich weiß, dass das natürlich nicht direkt für einen Umschwung sorgen wird, so dass jetzt alle sagen, okay, wir lassen es jetzt sein.

00:23:11: nicht mehr getrunken, nicht auf Hochzeiten, nicht mehr auf Partys.

00:23:15: Und hast du nicht gesehen?

00:23:17: Das ist mir schon klar.

00:23:18: Ich glaube aber, der Trend geht immer mehr dazu über, dass die Leute das hinterfragen, dass sie für sich entscheiden, sie brauchen das nicht, sie sind völlig fein ohne.

00:23:27: Und das heißt sich auf jeden Fall sehr willkommen.

00:23:30: Natürlich aus eigenen Interessen, aber auch einfach, was ich mein, es hat auch Auswirkungen auf unser Gesundheitssystem, weil wie ich ja vorhin aufgezählt habe, wird Alkohol mit so... so vielen Erkrankungen in Verbindung gebracht.

00:23:43: Und das belastet natürlich unser Gesundheitssystem massiv.

00:23:46: Und ich glaube, dass das langfristig große Auswirkungen haben wird auf unsere Gesellschaft, wenn wir es schaffen, als Gesellschaft weniger zu trinken und Abstinenz oder eben kein Alkohol in der Gesellschaft zu akzeptieren.

00:24:02: Wie gesagt, mir ist hier noch mal sehr, sehr, sehr wichtig zu betonen, dass es mir hier überhaupt nicht um eine Belehrung geht, sondern um das reine Anregen zum Hinterfragen und drüber nachdenken.

00:24:14: Und zwar jeder für sich, weil, egal wie gesellschaftlich behaftet das Thema Alkohol ist, jeder hat eine ganz ... individuelle persönliche Geschichte zum Thema Alkohol.

00:24:26: Und ich glaube, es wäre für jeden gesund, sich diese Geschichte anzugucken und zu hinterfragen.

00:24:32: Und vielleicht kann der ein oder andere damit so einiges auflösen für sich.

00:24:38: Das war also das Thema Alkohol.

00:24:42: Ich habe hier ganz bewusst die Frage nicht beantwortet.

00:24:47: Also, die Podcast-Folge hat ja einen Titel.

00:24:52: Okay, ihr werdet jetzt wahrscheinlich selber rausgehört haben.

00:24:56: Also die WHO hat dazu eine Meinung.

00:24:58: Ich hab dazu eine Meinung, aber das muss jeder für sich entscheiden.

00:25:02: Deswegen möchte ich die Frage offenlassenden Anführungszeichen beziehungsweise euch die Chance geben, sie euch selbst zu beantworten.

00:25:11: Wie immer freue ich mich total über Feedback, entweder über Instagram, dort heiße ich Leslie Marie Liebel, oder ihr schreibt mir mal über mein Kontaktformular, über meine Website, wenn ihr kein Instagram habt.

00:25:25: Ihr findet alle Links auch in den Show Notes.

00:25:28: Ich freue mich riesig über Austausch natürlich auch darüber, wenn ich euch in irgendeiner Art und Weise helfen kann.

00:25:35: Also, wenn du da draußen ein Thema damit hast und du das für dich auflösen möchtest und generell mehr für deine Gesundheit tun möchtest, das hinterfragst und lernen möchtest, wie du gesunde Strukturen integrieren kannst, dann kannst du auch da gerne auf mich zukommen.

00:25:52: Ja, ich sehe das einfach als meine Mission, Menschen dabei zu helfen, zur Gesundheit und Fitness zu kommen.

00:25:58: Und auch so freue ich mich natürlich über jegliches Feedback zu diesem Podcast.

00:26:04: Kommentiert gerne, folgt mir gerne, like gerne.

00:26:08: Also ich freue mich über jede Interaktion mit euch.

00:26:11: Und ja, damit würde ich sagen, ich hoffe, ihr konntet ... den einen oder anderen Input aus dieser Folge mitnehmen.

00:26:20: Denkt vielleicht ein bisschen darüber nach.

00:26:22: Wir sehen uns dann nächste Woche zu einer neuen Episode von Dead Lifts und Dead Lines.

00:26:31: Bis dahin.

00:26:32: Ciao, ciao.

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